
Auf dem Druckbett beginnt eine gute Druckqualität damit, dass die UV-Lampe richtig funktioniert – mit stabiler Spektralausbeute und konstanter Strahlungsintensität. Wenn die Lampe an Leistung verliert, wirkt sich das auf alles andere aus: Die Aushärtungsgeschwindigkeit nimmt ab, die Haftung zwischen den Materialien wird schlechter – und man muss mit Stillstand der Druckmaschine bezahlen. Es ist also nicht nur „angenehm“, wenn der Quarzschlauch in gutem Zustand bleibt – es ist vielmehr entscheidend für eine zuverlässige Aushärtung der Farben.
Was eigentlich vor sich geht
Der Quarzschlauch ist die erste Schutzschicht für die Quecksilberdampflampe. Er schützt den Glührohr und muss gleichzeitig das UV-Licht ungestört durchlassen. Im Laufe der Zeit sammeln sich Tintenpartikel, Staub sowie thermische Belastungen auf dem Schlauch an. Diese Schichten absorbieren das UV-Licht, wodurch die Strahlungsintensität sinkt. Ein sauberer, hochreiner Schlauch gewährleistet eine stabile Durchlässigkeit – insbesondere bei Wellenlängen von 365 nm und 385 nm. Dadurch bleibt die Energiedichte konstant, was wiederum notwendig ist, um den Photoinitiator in Offset-, Flexodruck- und Siebdruckfarben zum Wirken zu bringen. Wir produzieren Schläuche, die den Temperaturschwankungen standhalten und eine konstante Durchlässigkeit gewährleisten – sodass die Leistung der Lampe über ihre gesamte Lebensdauer hinweg konstant bleibt.
Warum das in der Praxis wichtig ist
Egal ob es sich um eine Heidelberg-Offsetdruckmaschine, eine Gallus-Flexodruckmaschine oder eine M&R-Siebdruckmaschine handelt – die Zeitfenster für die Aushärtung der Farben sind sehr eng. Wenn der Schlauch sauber bleibt, bleibt auch die Effizienz des Reflektors hoch, und es entstehen keine Probleme durch spektrale Veränderungen. Die Vorteile zeigen sich in kürzeren Zykluszeiten, stabiler Farbdichte und weniger Ausschuss. In der Praxis ist es üblich, dass Mitarbeiter durch den Einsatz eines ordnungsgemäß passenden, sauberen Schlauchs während der Wartungsarbeiten 10–15 Prozent der verlorenen Strahlungsintensität wiederherstellen können.
Was man beachten sollte
Die Passform des Schlauchs hängt von der jeweiligen Druckmaschine ab. Bevor man etwas bestellt, sollte man die Länge der Lampe, den Abstand zwischen den Elektroden sowie die Geometrie des Reflektors überprüfen. Auch die Temperatur spielt eine Rolle – lassen Sie die Lampe zunächst abkühlen, bevor Sie etwas reinigen oder ersetzen. Thermische Schocks sind ein ernsthaftes Risiko.
Auch bei ozonfreien Lampen kann immer noch etwas Ozon entstehen. Deshalb ist eine gute Belüftung sowie der Gebrauch von Schutzhandschuhen erforderlich. Berühren Sie das heiße Quarzmaterial auf keinen Fall mit bloßer Haut. Behandeln Sie es mit Respekt – dann erfüllt der Schlauch seine Aufgabe: Er schützt die Lampe und sorgt dafür, dass die Druckqualität von Schicht zu Schicht konstant bleibt.