
Bei hitzeempfindlichen Stoffoberflächen zwingen die alten Quecksilberlampen immer zu einer Entscheidung: Entweder muss die Tinte aushärten – oder der Substrat darf nicht deformieren. Wir haben eine industrielle UV-Härtungsleuchte entwickelt, damit Sie sich keine solche Entscheidung mehr treffen müssen.
Was wirklich wichtig ist: Wir nutzen eine Kältemittelbasierte Architektur mit spektraler Steuerung bei 395 nm. Dadurch wird eine maximale Strahlungsintensität von 12 W/cm² am Substrat erreicht. Ein mit Dichroikschicht versehener Reflektor gestaltet das Strahlungsmuster und reduziert den IR-Anteil auf weniger als 15% der Gesamtstrahlung. Dadurch bleibt die Oberflächentemperatur unter 45 °C – gleichzeitig werden 800–1200 mJ/cm² abgegeben, was ausreicht, um eine vollständige Verklebung der Moleküle zu erreichen. Die Leuchte arbeitet mit 240 V und bietet eine stabile Lichtintensität. Die Transportgeschwindigkeit liegt zwischen 200–800 mm/min – dabei kann die Dauer des Strahlens angepasst werden. Ozonfreies Quarzglas sowie ein spezieller Abgaskanal sorgen dafür, dass die Arbeitsfläche innerhalb sicherer Grenzen bleibt.
Warum das in der Praxis funktioniert: Polyestergewebe, Spandex-Mischungen sowie beschichtete Substrate verformen sich, wenn zu viel Infrarotstrahlung darauf trifft. Mit dieser Kältemittelbasierten Technologie bleibt das Gewebe dimensionsstabil, während der Photoinitiator in den UV-härtbaren Tinten die Polymerisierung abgeschlossen hat. Man kann damit eine konstante Härtungsgeschwindigkeit von 600 mm/min erwarten – auch bei dünnen Geweben. Der Energieverbrauch beträgt etwa 1,8 kW pro Leuchte. Die Lebensdauer der Leuchte liegt bei über 5.000 Stunden – dabei sinkt die Leistung nur um weniger als 5%. Das bedeutet weniger Ersatzteile und weniger Stillstandszeiten.
Ein paar Hinweise für die praktische Anwendung: Für die Installation ist ein eigener Abgasweg sowie ein Abstand von mindestens 100 mm erforderlich, um eine gleichmäßige Strahlung zu gewährleisten. Das 395-nm-Profil eignet sich besonders für die Härtung der Oberfläche. Falls man Tinten verwendet, die eine tiefere Härtung erfordern, sollte man diese mit einer Leuchte mit 365 nm Kombinieren – oder eine Doppelzonenkonfiguration verwenden. Die Breite des Transportsystems sollte zur Breite des Druckkopfes passen. Zudem sollte man die Reflexionsrate des Substrats berücksichtigen – dunkle Stoffe absorbieren mehr Energie und benötigen möglicherweise eine etwas langsamere Geschwindigkeit.
Wir haben diese Leuchte für die Realitäten des Textildrucks entwickelt: geringe Hitzeentwicklung, hohe Leistungsfähigkeit – und Ergebnisse, auf die man von Schicht zu Schicht zählen kann.